Wertpapier- und Immobilienbesitzer werden reicher

Geld vermehren

Aus einer aktuellen repräsentativen Studie der Deutschen Bundesbank zur Vermögensentwicklung der deutschen Privathaushalte geht hervor, dass sich Sachwerte lohnen. Aus der Studie ergibt sich, dass die Hälfte aller Deutschen, die in der eigenen Immobilie wohnen, ihr Nettovermögen von 2010 bis 2014 um mehr als 33.500 Euro gesteigert haben. Im Vergleich dazu wurden Mieter mehrheitlich nur um weniger als 1.000 Euro reicher oder mussten sogar Einbußen hinnehmen.

Sachwerte sorgen für Vermögenszuwachs
Auch wer Aktien oder andere Wertpapiere besaß, baute von 2010 bis 2014 sein Nettovermögen zum Teil kräftig aus. Zwar sank der Anteil derjenigen, die in Aktien oder Fonds investieren, im entsprechenden Zeitraum leicht, doch dafür nahm der Wert der Investitionen zu. So stiegen die Nettovermögen bei der Hälfte der Wertpapierbesitzer um mehr als 38.000 Euro an. Bei den Haushalten ohne Wertpapierbesitz ist das Nettovermögen dagegen um weniger als 2.500 Euro angestiegen oder sogar zurückgegangen.

Studie Bundesbank Vermögensentwicklung der deutschen Privathaushalte

Es wurden 2014 rund 4.500 Privathaushalte für die Untersuchung zu ihren Vermögensverhältnissen befragt. Es ist die zweite Erhebung dieser Art nach 2010/11. Damals hatten rund 3.600 Haushalte teilgenommen. Superreiche Deutsche wurden in der Untersuchung nicht erfasst.

Der Pressebericht zu der Studie kann hier unter www.bundesbank.de nachgelesen werden.

Die Studie „Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2014“ kann über den folgenden Link als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Studie herunterladen

Quelle: Deutsche Bundesbank

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Steigung der Beitragsbemessungsgrenze 2016 für die Sozialversicherung

Beitragszahlung

Die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung setzt für die Sozialversicherung die Werte fest, welche für die Beitragsberechnung der Krankenversicherung sowie der Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung gelten. Diese Werte werden jedes Jahr vom Bundestag neu berechnet und bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.

Anhebung der Höchstsätze zur Kranken- und Pflegeversicherung
In der Kranken- und Pflegeversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze auch im Jahr 2016 anstiegen. Eine bundesweite Anhebung um jährlich 1.350,00 Euro seit dem 1. Januar 2016 sorgt dafür, dass die jährliche Höhe Grenze nun bei 50.850,00 Euro liegt. Ebenso erhöht sich auch die Versicherungspflicht-Grenze auf monatlich 4.687,50 Euro, beziehungsweise jährlich 56.250,00 Euro. Der Beitragssatz zur Krankenversicherung bleibt unverändert bei 14,6 Prozent, wobei die Krankenkassen nun individuelle einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben dürfen.

Anhebung der Höchstsätze zur Rentenversicherung
Bei der Rentenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze ebenfalls angestiegen. Hier unterscheiden sich die zu entrichtenden Beiträge zwischen Ost und West. In den alten Bundesländern steigt sie jährlich um 1.800,00 Euro auf 74.400 Euro an. In den neuen Bundesländern steigt sie jährlich sogar um 2.400,00 Euro auf 74.400 Euro an. Damit steigen die Abgaben für die Rentenversicherung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch an.

Sozialversicherungsabgaben

Anhebung der Höchstsätze zur Arbeitslosenversicherung
Auch in der Arbeitslosenversicherung kommt eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Hier unterscheiden sich die zu entrichtenden Beiträge auch zwischen Ost und West. In den alten Bundesländern erfolgt eine Anhebung um jährlich 1.800 Euro auf 74.400 Euro, in den neuen Bundesländern hingegen um 2.400 Euro auf 74.400 Euro jährlich.

Mehrkosten wirken sich auf Einkommen aus
Je nach Einkommen, Bundesland und Krankenkasse sorgen die neuen Sozialversicherungswerte dafür, wie viel den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 2016 netto vom monatlichen Bruttolohn bleibt. Dem Bürger bleibt letztendlich weniger Geld zum Leben, da eine gleichzeitige Erhöhung des Einkommens nicht in der gleichen Höhe erfolgt.

Übersicht der aktuellen Sozialversicherungswerte

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Bei einer Baufinanzierungsplanung auch an die Absicherung der Arbeitskraft denken

Krankheiten

Ein Traum von vielen ist ein eigenes Heim zu bauen oder zu kaufen. Wenn man den Hausbau oder den Kauf einer bestehenden Immobilie plant, sollte man nehmen einem passenden Finanzierungskonzept für die Baufinanzierung auch Vorkehrungen treffen, die garantieren, dass dieser Traum im Fall einer plötzlichen Berufsunfähigkeit nicht zum Albtraum wird. Bleibt das monatliche Gehalt aus, ist es in den meisten Fällen unmöglich, die Zahlungen für den Kredit weiterzuführen. In vielen Fällen führt das schließlich zum Verlust der Immobilie.

Rentenreform hat Zusatzversicherung notwendig gemacht
Bis zur Rentenreform im Jahr 2001 bestand es für alle eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung, die eine gewisse Sicherheit gewährleistete, wenn sich ein Arbeitnehmer plötzlich außer Stande sah, seiner beruflichen Tätigkeit weiterhin nachzugehen. Nach der Reform genießen jedoch nur noch Personen, die vor dem 1. Januar 1961 geboren sind, diesen Schutz. Jeder, der nach diesem Datum geboren ist, sollte deshalb heute eine private Zusatzversicherung abschließen, um sich vor den finanziellen Problemen zu schützen, die eine Berufsunfähigkeit mit sich bringt.

Gründe für Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit kann jeden betreffen
Viele Menschen denken heute, dass Berufsunfähigkeit nur diejenigen betrifft, die in Berufen arbeiten, welche einen hohen körperlichen Einsatz erfordern. Die Statistiken beweisen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Berufsunfähigkeit ist ein Risiko in allen Berufen und betrifft Akademiker im gleichen Maße, wie Handwerker. Unfälle oder auch Krankheiten, die seelischer, sowohl als auch körperlicher Natur sein können, machen jährlich einen erstaunlichen Prozentsatz von deutschen Arbeitnehmern in allen Berufen unfähig, ihrer Tätigkeit weiterhin nachzugehen. Mithin ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer in allen Berufssparten gleich wichtig.

Die Baufinanzierung absichern
Wenn man ein eigenes Haus baut oder kauft, so ist das in der Regel von den ersten Phase an mit finanziellen Opfern verbunden. Sollte eine Berufsunfähigkeit eintreten, so kann dieses Projekt gefährdet werden. Eine Finanzierung ist nur dann aufrecht zu erhalten, wenn man regelmäßige Zahlungen leisten kann. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann man die eigene Zukunft und die der Familie ein wenig sicherer gestalten.

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KfW Förderung für Ihr Zuhause – informative und kostenlose Tipps

förderprogramme

Von der KfW-Bank wurde eine neue Broschüre zu den angebotenen wohnwirtschaftlichen Programmen zusammengestellt. Für den Finanzierungsinteressenten wurde die Broschüre so aufgebaut, dass sie die KfW-Förderprodukte themenbezogen kurz und übersichtlich darstellt. So können Sie Ihre Planung optimal zusammenstellen und profitieren damit von günstigen Zinsen und Zuschüssen.

Mehr Möglichkeiten mit der KfW
Sie schmieden neue Pläne für Ihr Zuhause? Sie möchten bauen oder kaufen? Ein Haus oder eine Wohnung modernisieren? Dann können Sie sich die finanzielle Unterstützung der KfW sichern. Mit den vielfältigen Förderprodukten sparen Sie Geld und gewinnen mehr Spielraum – dank günstiger Kreditzinsen und attraktiver Zuschüsse.

Informieren Sie sich mit der neuen Broschüre. Diese können Sie hier herunterladen:

KfW Broschüre – für Ihre Finanzierungsplanung informative und kostenlose Tipps

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Schritte zum KfW-Förderprodukt

  1. Planen Sie Ihre Maßnahme – bei Bau und Sanierung gemeinsam mit einem Sachverständigen.
  2. Nutzen Sie alle Fördermöglichkeiten – viele Förderprodukte können Sie kombinieren.
  3. Beantragen Sie Ihren Kredit bei Ihrem Finanzierungspartner – oder Ihren Investitionszuschuss gemeinsam mit Ihrem Sachverständigen bei der KfW.
  4. Starten Sie mit Ihrem Vorhaben.

Quelle: KfW-Bank

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Die Generation Y und der Ruhestand – Viele Pläne, wenig Geld

Vermögensbildung

Junge Berufstätige stecken in einer Zwickmühle: Sie wünschen sich einen Kapitalpuffer im Rentenalter, können aber nicht genug Geld für ihre Altersvorsorge zurücklegen. In diesem Dilemma stecken aktuell die 21- bis 35-Jährigen, was eine Studie zu den Sorgen und Wünschen der sogenannten Generation Y zeigt. Sie sind zwischen 1980 und 1999 geboren sind, werden als „Generation Y“ bezeichnet und stehen mittlerweile im Berufsleben.

Hohe Erwartungen, fehlende Finanzkraft und Angst vor Altersarmut
Die Canada Life Versicherung hat dazu eine Studie beim Meinungsforschungsinstituts Yougov in Auftrag gegeben. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage haben die Marktforscher hierzu generationenübergreifend über 2.000 Deutsche befragt.

Obwohl die 21- bis 35-Jährigen erst am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen, bestehen bei ihnen bereits deutlich ausgeprägte Vorstellungen für die Renten-Zeit. So ist es 59 Prozent wichtig, dass sie im Alter genug Bares haben, um gegebenenfalls notwendige medizinische Behandlungen im Ruhestand bezahlen zu können. Rund jeder Zweite möchte mehr Zeit für Hobbies, Gesundheit, Wellness, Erholung oder Reisen haben. Gleichzeitig gibt aber die Hälfte der Befragten an, dass sie nicht genug Geld für die Altersvorsorge zurücklegen können. Entsprechend groß ist die Sorge der Generation Y vor Altersarmut, 59 Prozent haben Angst hiervor. Dieser Wert ist in keiner anderen Altersklasse so stark ausgeprägt. Für die Gesamtbevölkerung liegt dieser Wert bei 48 Prozent.

Generation Y hat Angst vor Altersarmut

In jungen Jahren mit dem Sparen beginnen
Mit dem Sparen sollte bereits so früh wie möglich begonnen werden, denn dann ist es machbar, dass mit einem kleinen regelmäßigen monatlichen Sparbeträgen kontinuierlich ein Vermögen aufgebaut werden kann. Attraktive Zinsen lassen das Vermögen Jahr für Jahr wachsen. Wird der Vermögensaufbau stattdessen hinauszögert, muss später mehr Geld in den Kapitalaufbau investiert werden. Dazu ein Beispiel: Eine 30 Jahre alte Person spart monatlich 100 Euro in einen Aktienfonds. Bei einen jährlichen Ertrag von beispielsweise sieben Prozent wird so bis zum Erreichen des 60. Lebensjahr Kapital in Höhe von 117.650 Euro aufgebaut. Eine Person, die bereits 40 Jahre alt ist, erzielt nur einen Kapitalaufbau von 51.060 Euro. Um den gleichen Kapitalaufbau wie des Dreißigjährigen zu erzielen, ist es für ihn notwendig, monatlich 230 Euro anzulegen. Die alte Volksweisheit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ gilt deshalb heute noch.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

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Quelle: Canda Life, zinsenPfefferminzia Medien GmbH

 

Finanzplanung für den Ruhestand

Buchtipp

Sie sind Anfang 60, vielleicht etwas jünger oder älter? Dann gehen bestimmt auch Ihnen diese Fragen durch den Kopf: „Frührente – ja oder nein?“ oder „Bin ich ausreichend versichert?“. Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in der aktualisierten Auflage von „Finanzplaner 60+„. Der Ratgeber deckt alle wichtigen Themen ab: Versicherungen, Steuern, Geldanlage, Familien-Absicherung und Nachlass-Organisation. Durch hilfreiche Checklisten behalten Sie im Blick, welche Formalitäten wann zu erledigen sind, um entspannt in den Ruhestand zu gehen.

Kurzinfo zum Buch
Den Ruhestand genießen, das wünschen sich viele. „Finanzplaner 60+“ hilft Ihnen dabei, den Ausstieg aus dem Berufsleben zu meistern und erklärt, was Sie hinsichtlich Steuern, Recht und Finanzen beachten sollten. Neben Tipps, wie zum Beispiel die (Früh-)Rente beantragt wird und ob es sich lohnt, neben der Rente weiter zu arbeiten, enthält das Buch nützliche Anregungen zu den Themen Versicherungen, Steuern, Geldanlage, Familien-Absicherung und Nachlass-Organisation. Die einzelnen, übersichtlich gestalteten Kapitel enthalten informative Tabellen und Grafiken. Zahlreiche Checklisten helfen, im Blick zu behalten, welche Formalitäten wann zu erledigen sind, um entspannt in den Ruhestand zu gehen. In der zweiten aktualisierten Auflage wurden alle Informationen zu Sozialabgaben, Steuern und Zuverdienstgrenzen auf den neusten Stand gebracht.

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Das Börsenjahr 2016 ging bisher gehörig daneben – Was nun, Was tun?

geldanlage risiko

Der Start in das Börsenjahr 2016 ging gehörig daneben. Doch damit nicht genug, denn auch der aktuelle Monat Februar entwickelt sich bis dato nicht viel besser. Für Anleger stellt sich die Frage: Was tun? Eine aktuelle Einschätzung zu den derzeit wichtigsten Fragen an der Börse, können Sie hier nachlesen. Grundsätzlich steht die Frage im Raum: Hat sich denn die Welt seit Jahresanfang so dramatisch verändert, dass derartige Kurseinbrüche gerechtfertigt sind? Ganz eindeutig NEIN! Welche Faktoren bewegen derzeit die Aktienmärkte?

Die Sorgen um die chinesische Wirtschaft und starker Kursverfall am chinesischen Aktienmarkt
Die chinesische Wirtschaft wächst weiterhin stark, wenn auch prozentual nicht mehr so extrem stark wie noch vor wenigen Jahren. Misst man aber den absoluten Zuwachs des chinesischen BIPs, sollten sich die Sorgen relativieren.

Einfaches Beispiel zur Veranschaulichung:

  • 9% von 500 Einheiten=45
  • 6% von 800 Einheiten=48

Die Turbulenzen an der chinesischen Börse sind „anders“ zu interpretieren als in den klassischen Industrieländern, wo diese Entwicklung gerne als ein Spiegelbild der konjunkturellen Entwicklung herangezogen wird. Die Chinesen sind ein sehr wettfreudiges Volk. Engagements an der Börse sind für sie keine Investments, sondern Zockerei. Der Staat hat in den vergangenen Jahren Aktienkäufe zusätzlich befeuert. Vom Handelsvolumen als auch von der Bedeutung des chinesischen Handelsplatzes wollte man mit den „Großen“ mitspielen. Außerdem erhoffte man sich für die Unternehmen eine bessere Kapitalversorgung. Die chinesischen Kursturbulenzen werden hierzulande überschätzt und die konjunkturelle Verfassung Chinas unterschätzt.

Ein schwacher Ölpreis ist im Endeffekt schon wieder konjunkturschädlich
Im Ölsektor zweifellos. Dort werden Investitionen zurückgefahren bzw. drastisch gekürzt. Nicht nur die Unternehmensgewinne in der Branche brechen weg, sondern auch zigtausende Arbeitsplätze. Geht diese Entwicklung so weiter, steht die US-Fracking Industrie früher oder später vor einem Scherbenhaufen. Die Insolvenzquote in dem Bereich hat sich im vergangenen Jahr bereits verfünffacht und 35 Mrd. Dollar mussten abgeschrieben werden. Spekulationen über ein Kreditvolumen von bis zu 500 Mrd. US-Dollar machen in den USA die Runde.

Der überwiegende Teil der Wirtschaft profitiert jedoch vom schwachen Ölpreis. Dazu kommt noch der „Einkommenseffekt“ bei den Haushalten. Deshalb kann man sagen, dass die positiven Effekte die negativen eindeutig überwiegen.

Schwächere Konjunkturdaten quer über den Globus
Dass 2016 ein konjunkturell gutes Ausnahmejahr wird, hat niemand erwartet. Für konjunkturelle Schwarzmalerei gibt es jedoch auch keinen Anlass. Dank der niedrigen Energiepreise wird in den Industrieländern die Konjunktur auch im Jahr 2016 sehr stark vom Binnenkonsum gestützt werden. Es gibt Berechnungen, dass bis zu zwei Billionen US-Dollar mehr Kaufkraft zur Verfügung stehen. Nutznießer dieser Einkommensumverteilung sind überwiegend Haushalte mit niedrigen bis mittleren Einkommen, die (traditionell) ihren gesamten Verdienst auch wieder ausgeben. Positive Signale von Unternehmen, wie kürzlich von SAP oder Siemens, werden völlig außer Acht gelassen.

Warum ist der Ölpreis so schwach?
Die OPEC ist zu einem zahnlosen Tiger verkommen. Eine gemeinsam verfolgte Strategie scheint derzeit ausgeschossen. Saudi-Arabien als eines der förderstärksten Länder setzt den Ölpreis mittlerweile als nicht-militärische Waffe ein:

  • Gegen die US-Fracking Industrie, einem ernstgewordenen Gegenspieler. Die USA hat sich nicht zuletzt mit ihrer Fracking Industrie zu einem Energie-Selbstversorger entwickelt. Seit 2008 stieg in den USA das tägliche Öl-Fördervolumen von 5 Mio. auf 9,3 Mio. Barrel.
  • Gegen den Iran: nach Wegfall der Sanktionen kehrt der Iran als nicht zu unter-schätzender Förderer an den Ölmarkt zurück. In einem ersten Schritt steigert der Iran seine tägliche Ölfördermenge von 2,9 Mio. auf 3,4 Mio. Barrel Öl. Mit einem niedrigeren Ölpreis hat der Iran geringere Einnahmen, die das Land aber dringend für Investitionen benötigt. Der „Nachholbedarf“ des 80 Mio.-Volkes nach Ende der Sanktionen ist enorm.
  • Gegen die Entwicklung des E-Autos: rund 60 Prozent des Öls werden im Verkehr verbraucht. Ein niedriger Ölpreis macht die Anschaffung/Weiterentwicklung des E-Autos unattraktiver.

Russland leidet ebenfalls unter dem niedrigen Ölpreis. Auch in diesem Bereich verfolgen die Russen wieder einmal ihre ganz eigene Strategie. Um ausreichende Einnahmen zu generieren, erhöht man die Ölförderung bzw. die verkaufte Menge. Der Ölpreis wird vorerst auf dem niedrigen Niveau bleiben.

Börsianer neigen zu immer extremeren Übertreibungen
Keine neue Entwicklung: Handelssysteme, Stopp-Loss-Orders, fixe Risikobud-gets, die bei zahlreichen institutionellen Investoren mittlerweile aufgebraucht sein könnten, verstärken die Marktbewegungen noch deutlich. Ein Beispiel dazu: Tagesschwankungen im DAX von bis zu 800 Punkten in der Summe der Auf- und Abwärtsbewegungen. Eine weitere Erklärung für die derzeitige Kursschwäche ist auch die Vermutung, dass einige Staatsfonds der ölfördernden Länder derzeit zum Ausgleich ihrer wachsenden Staatsdefizite Wertpapierbestände abbauen.

boersenzyklus_mit_marktstimmung_2014_03

Aktienbörsen wieder fest in Hand der Psychologie
Die Psychologie spielt an der Börse eine sehr wichtige Rolle – der Anteil beträgt mindestens 50 Prozent. Was sollte man als Anleger jetzt tun? Unbedingt einen kühlen Kopf bewahren, den Panik ist in solchen Phasen nachweislich ein schlechter Ratgeber gewesen! Die Devise lautet vielmehr: Chancen nutzen, Risiken meiden: Unter langfristigem Aspekten bietet sich die aktuelle Marktentwicklung daher eher als Chance zum Einstieg in die Kapitalmärkte als den Anlass, sich von diesen zu verabschieden. Bei einer guten Anlagestrategie sollten schon 2015 die Gewinne mitgenommen worden sein und nun wieder reinvestiert werden.

Bei weitergehenden Fragen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung. Sie erreichen mich telefonisch unter +49 621 4608490 oder per Mail ok@finanzen-top.de.

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Quelle: Moventum

Altersvorsorge muss länger reichen – Wir werden viel älter als wir denken

Altersversorgung

Die Männer leben im Schnitt sieben Jahre länger als sie denken. Die Frauen unterschätzen ihre Lebensdauer sogar um fast acht Jahre. Die Lebenserwartung steigt rasant, pro Jahr gewinnen die Deutschen durchschnittlich drei Monate Lebenszeit dazu. Das ist das Ergebnis einer forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV.

Deutsche leben länger als sie denken
Der Studie zufolge erwarten die männlichen Befragten, dass Männer in Deutschland 77,4 Jahre alt werden. Tatsächlich beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung laut der Generationensterbetafel des Statistischen Bundesamtes jedoch 84,7Jahre. Die weiblichen Befragten erwarten im Schnitt, dass Frauen 80,8 Jahre alt werden. Die Lebenserwartung beträgt laut Statistischem Bundesamt jedoch annähernd 88,7 Jahre. Und für beide Geschlechter gilt: Rund neun von zehn Befragten liegen mit ihrem Tipp unterhalb des Durchschnitts.

lebenserwartung nach geschlecht

Menschen orientieren sich an der Vergangenheit
Die Menschen neigen dazu, ihre Lebenserwartung anhand des Sterbealters der Elterngeneration abzuschätzen. Dieser Bezug führt jedoch in die Irre, denn jede Generation wächst unter anderen Lebensbedingungen auf. Für die heutigen Senioren waren die Lebensbedingungen und die medizinische Versorgung einfach schlechter als für die heutige Generation. Der medizinische Fortschritt und steigender Wohlstand führen dazu, dass die Lebenserwartung auch in Zukunft weiter ansteigen wird. „Pro Jahrzehnt gewinnen wir rund 2,5 Jahre an Lebenszeit hinzu“, sagt Professor Jochen Ruß, Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften. Somit lebt jede Generation rund 7,5 Jahre länger als die vorherige. Diese erfreuliche Entwicklung wird es den meisten Menschen auch künftig nicht leicht machen, die Lebenszeit richtig einzuschätzen. „Die Lebenserwartung steigt schneller, als die meisten Leute denken“, betont Professor Jochen Ruß.

Diese Fehleinschätzung wirkt sich auch auf die Altersversorgung aus
Die Fehleinschätzung der eigenen Lebenserwartung hat Folgen für die eigene Vorsorge. Wer privat für den eigenen Ruhestand vorsorgen will – was angesichts der sinkenden gesetzlichen Renten zu empfehlen ist – muss sich im Klaren sein, dass sein angespartes Vorsorgevermögen im Alter länger reichen muss als gedacht. Umso wichtiger ist es, so früh wie möglich mit dem Vorsorgesparen zu beginnen.

Quelle: GDV

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Die Zinsfalle – eine brillante Analyse

Buchtipp

In seinem Buch „Die Zinsfalle“ klärt Eckhard Sauren gut verständlich über die Folgen der Niedrigzins-Politik auf. Der erfolgreiche Dachfondsmanager erläutert die Konsequenzen bei der Anlage in Staats- oder Firmenanleihen und Aktien. Zudem zeigt Eckhard Sauren auf, dass und wie auch Immobilien, Bankeinlagen und Lebensversicherungen von der Niedrigzins-Politik betroffen sind. Sich durch das 256 Seiten starke Buch zu arbeiten ist kein Vergnügen, doch nicht, weil es nicht spannend und geschrieben wäre, sondern weil man erkennen muss, dass die Zinsfalle jeden packt. Der Buchkauf ist deshalb mit Sicherheit nicht nur für konservative Anleger ein sehr erfolgreiches Investment.

Kurzinfo zum Buch
In dem Buch „Die Zinsfalle: Die neue Bedrohung für konservative Anleger – Gefahren für das Portfolio erkennen und vermeiden“ vom FinanzBuch Verlag analysiert der Pionier der qualitativen Fondsanalyse Eckhard Sauren mit seinem Research-Team die Auswirkungen der Zinsfalle und zeigt, welche Anlageformen besonders betroffen sind. Zudem lässt Sauren mit Bert Flossbach, Peter E. Huber und Klaus Kaldemorgen drei der namhaftesten deutschen Fondsmanager in Interviews zu Wort kommen. Es geht um die Orientierung für mögliche Wege aus den Folgen für den Anleger, welche sich aus der derzeitigen Niedrigzinsphase ergeben.

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Geld vermehren

Von 2009 bis 2015 hat sich der Kurs des Deutschen Aktienindex (DAX) mehr als verdoppelt*. Und doch ist nur etwa jeder zehnte Deutsche direkt oder indirekt Aktienbesitzer. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und der Börse Stuttgart. Das DAI hat berechnet, wie viel die Aktienabstinenz die Deutschen seit 2001 gekostet hat: Insgesamt 106 Milliarden Euro ließen sie sich entgehen.

Renditestark anlegen

Wer Aktien kauft, nimmt Renditechancen wahr, in dem er am möglichen Erfolg der Unternehmen und deren Produkte teilhat. Wer nicht in einzelne Papiere investieren möchte, sollte über den Einstieg in breit anlegende Investmentfonds nachdenken. Diese gelten als eine der wenigen Anlageformen, bei denen man vom Zinseszins profitieren kann. Erzielt der Fonds eine positive Rendite, wird diese wieder angelegt und kann weitere Erträge erwirtschaften. Das kann langfristig für einen beschleunigten Vermögensaufbau sorgen.

Simulation: Monatliche Sparraten von 100 Euro bei einer Rendite von 5 Prozent pro Jahr

Sparplan mit Zinseszins

Die hier angenommenen Werte sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung einer Anlage.

Nach und nach in den Markt einsteigen
Wann ist der beste Zeitpunkt, um in den Kapitalmarkt einzusteigen? Generell gilt, dass sich regelmäßige Einzahlungen bei einem langfristigen Sparhorizont rechnen. Dabei kann man mit kleinen Beträgen anfangen. Wer regelmäßig in einen Fondssparplan einzahlt, profitiert über einen längeren Zeitraum vom
Durchschnittskosteneffekt (Coast Avergage Effekt).

Schematische Darstellung zur Verdeutlichung der Funktionsweise des Durchschnittskosteneffekts

Coast Average Effekt

Die dargestellte Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Wertentwicklung Ihrer Anlage.

Lesebeispiele:

  1. Angenommener Einstiegspreis 100,00 EUR
    bei 100,00 EUR Sparrate wird ein Anteil erworben
  2. Angenommener Anteilpreis 104,00 EUR
    bei 100,00 EUR Sparrate werden nur 0,96 Anteile erworben
  3. Angenommener Anteilpreis 91,00 EUR
    bei 100,00 EUR Sparrate werden 1,10 Anteile erworben

In schwachen Marktphasen erhält man für dieselbe Sparrate mehr Fondsanteile, weil sie günstiger werden.

Breit streuen
Natürlich gibt es Risiken, Kapitalmärkte schwanken und können zu Verlusten führen. Deshalb sollte man seine Anlagen über Anleihen, Aktien, Währungen, über unterschiedliche Branchen und Länder breit streuen. Die Verluste eines Werts können so durch die Gewinne anderer Werte abgefedert werden. Sparer sollten zudem einen längeren Anlagehorizont mitbringen. Bei der Suche, ob und welcher Fondssparplan zum eigenen Anlageziel und Chance-Risiko-Profil passt, beraten wir ich Sie gern. Bei Investmentfonds steht Sparern diese Anlageform schon bei regelmäßigen Einzahlungen von 25 Euro offen.

*Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

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