Finanz-Repression – Vermögenstransfer von Sparern zu Schuldnern

Was passiert eigentlich, wenn die Zinsen bei den Bundesanleihen weiter fallen und die Inflationsrate leicht steigt. Dann haben wir eine finanzielle Repression. Jedes Jahr machen sich Anleger darüber Gedanken, ihre Vermögensanlagen sinnvoll anzulegen oder für das Alter vorzusorgen. Gerade in diesem Jahr steht Deutschland sprichwörtlich unter dem „Damoklesschwert“ der europäischen Schuldenkrise. Diese Schuldenkrise ohne persönlichen Schaden zu überstehen gilt für viele Bürger in der heutigen Zeit als Basis für alle Anlagen- und Vorsorgeentscheidungen.

Wie kommen die Staaten aus der Schuldenfalle

Zunächst kommt die Frage auf, ob unsere Währung noch lange überleben kann. Wie möchten die europäischen Regierungen von den Ländern, Irland, Italien, Griechenland und Spanien usw. wieder aus ihrer Schuldenfalle heraus kommen? Wenn es wirklich so weit kommt, dass die Währung zusammenbricht, sind sachliche Werte die einzige wertvolle Alternative.

Um die politischen und sozialen Turbulenzen vermeiden zu können, muss ein sonstiges Lösungsszenario der Schuldenfalle her, ohne die Währung zusammenbrechen zu lassen. Natürlich ist jedem bewusst, dass die Überschuldung aufgerollt werden muss. Es ist klar, dass beinahe 90 Prozent der Schulden auf die jährliche Wirtschaftsleistung des Staates zurückzuführen und für längere Zeit nicht zu tragen sind. Das ist der Wert, die die meisten europäischen Länder sowie die USA komplett überschritten haben oder kurz davor sind zu überschreiten.

„Goldenes Zeitalter“ der finanziellen Repression von 1945 bis 1955
Der Pfad ist beinahe derselbe wie nach dem zweiten Weltkrieg. Großbritanien und die USA hatten nach dem Ende des Krieges einen enorme Staatsverschuldung. Zur damaligen Zeit wollten die Staaten das Geld von der Bevölkerung nicht auf die freie Vorgehensweise einholen, d.h. durch genügend sparen bzw. der Erhöhung der Steuern. Der idealste Weg war die finanzielle Repression und erreichte dabei das langanhaltende Wirtschaftswachstum.

„Risikolose Anlage“ – Sicherheit kostet Geld!
Es wird deshalb entscheident sein, darauf zu achten, mit seinen Vermögensanlagen und seiner Altersvorsorge eine reale Rendite zu erzielen. Ein Tagesgeldkonto mit einem Zinsatz von ca. 2 Prozent wird bei einer Inflationsrate von 2 Prozent in 10 Jahren eine reale Rendite von ca. minus 0,5 Prozent erzielen, bei einer Inflationsrate von 4 Prozent sind es bereits ca. minus 17 Prozent.

Hier kann eine strategische Finanzplanung für den Verbraucher sinnvolle Informationen zur Verfügung stellen, um Fragen zu beantworten wie:

– Welche Kaufkraft in der Zukunft vorhanden sein wird?
– Welcher monatliche Betrag im Rentenalter zu Verfügung stehen wird?
– Welche Lücken in der Absicherung der Familie, Berufsunfähigkeit oder im Pflegefall entstehen?

Eine Finanzplanung kann die finanzielle Repression nicht verhindern, bietet jedoch die Möglichkeit, die Kontrolle über seine Finanzen zu behalten und aktiv nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

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