Folgen für die Sparer bei einer D-Mark-Rückkehr

Was passiert, wenn die Eurozone zerbricht und Deutschland wieder die D-Mark einführt? Diese Frage wird seit Monaten von Finanzexperten immer wieder diskutiert und mögliche Szenarien durchgespielt.

Die Auswirkungen auf den Aktienmarkt
Theoretisch könnte die Umstellung der Aktienkurse von Euro auf D-Mark ebenso problemlos ablaufen wie die damalige Umstellung von D-Mark auf Euro. Ein bestimmter Wechselkurs wird zugrunde gelegt und die Berechnung der Aktienkurse in der neuen Währung vollzogen.
Zeichnet sich ein Zerbrechen der Eurozone langfristig ab, werden die Märkte sich entsprechend positionieren und den Zerfall bereits im Vorfeld in den Kursen einpreisen. Als aktuelles Beispiel kann hier Griechenland herangezogen werden. Während sich nach den ersten Spekulationen über eine mögliche Staatspleite 2010 die Aktienkurse sehr volatil verhielten, ist diese Möglichkeit heute größtenteils in den Kursen eingepreist.

Die wirtschaftlichen Folgen einer starken D-Mark
Nach der Umstellung auf die D-Mark würde die deutsche Währung sehr wahrscheinlich stark aufgewertet werden. Dies würde bedeuten, dass sich deutsche Waren im Ausland, insbesondere in Europa, verteuern würden. Wichtige Absatzmärkte für die deutschen Exporteure brächen weg. Der Export Deutschlands in Länder der Eurozone machte 2011 über 40% des Gesamtvolumens aus. Importe hingegen würden sich durch eine starke D-Mark verbilligen. Dies beträfe vor allem Rohöl, das in Dollar abgerechnet wird, aber auch seltene Erden, Palladium und andere wichtige Rohstoffe. Jedoch würden die Nachteile wohl überwiegen. Die Aktienkurse könnten in Deutschland mittelfristig aufgrund der geringeren Gewinnerwartungen der Unternehmen einbrechen. Die Folge wäre eine steigende Arbeitslosigkeit.

Einen ersten Hinweis auf die Folgen der immer neuen Sparmaßnahmen vieler Regierungen in Europa für die deutsche Exportwirtschaft geben die jüngst veröffentlichten Zahlen von VW. Der Absatz war in Westeuropa im Januar im Vergleich zum zum Vormonat rückläufig. Ein Indiz, dass weniger Geld in der Tasche der Bevölkerung auch weniger Konsum bedeutet.

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