Der Beginn der Enteignung für die Sparer

Sparsame Bürger zahlen jede Rechnung für die ausschweifende Schuldenpolitik. Der Drang auf das Zahlungsmittel der Bürger hat nunmehr begonnen. Es werden niedrige Zinsen, abfallende Aktienkurse und ansteigende Steuern erwartet. Die Angst vor der gefürchteten Inflation hat sich tiefliegend in die kooperative menschliche Seele der Bürger eingebrannt. Aber ist es ein Wunder? Nein. Im 20. Jahrhundert gab es in Deutschland zwei Währungsreformen, welche mit hoffnungslosen Kriegsniederlagen in Verbindung standen und werfen daher enorm lange Schatten von sich. Als Erinnerung: Im Anschluss des Ersten Weltkriegs war eine mächtige Verschuldung entstanden, da die Republik den verlorenen Krieg subventionieren wollte. Aber das Geld durfte niemand einfach so wegnehmen. Zugunsten des Erfolgs wurden die Kriegsanleihen verkauft. Der bekannte Historiker, namens „Heinrich August Winkler“ protokolliert in seinem Rückblick, dass die sparsamen Bürger von den Kriegsanleihen die tatsächlichen Opfer der Inflation waren. Weitere Verlierer waren alle Arbeiter, weil die Gehälter nach der Verteuerung einfach an letzter Stellen angestellt wurden. Fest steht, dass die arbeitsbewussten und sparsamen Bürger den verlorenen Krieg im Nachhinein bezahlt haben.

Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben
Ein derartiges Schema wird heutzutage schnell ersichtlich. Allerdings finanziert der Staat keinen Krieg mehr, im Gegenzug aber soziale Leistungen, die Bildung und die Rettung der Eurowährung. Es ist eigentlich angebracht, dass die Bürger direkt zur Kasse gebeten werden. Aber politischer Weise ist es besser, dies, so weit wie möglich, hinauszuschieben. Allerdings scheitert diese Taktik immer mehr. Es wird ein dramatisches Ende nehmen müssen. Die schwachen Länder mussten damit leider schon Vorlieb nehmen.

Die Hauptsache ist es, dass die Bilanzen stimmen
Auch alle Kreditinstitute und verschiedene Versicherungen können einwandfrei mit der Veränderung leben. Den Geldhäusern ist es eigentlich völlig egal, wie viel Geld der Kunde nach Inflationsabzug auf ihren Konten bleibt. Es ist allerdings wichtig, dass das Gleichgewicht der Bilanzen erhalten bleibt. Die Banker bringen immer wieder Vorschläge ans Tageslicht, welche auf gemeinschaftliche Haftung, minimale Zinsen, viel Notengeld und ein Hinauszögern der Probleme in naher Zukunft hinauslaufen. Allerdings ist schnell die Gefahr ersichtlich: Es kann aus einer geprüften Inflation schnell eine galoppierende Inflation werden. Das ist vor allem in der sogenannten Euro-Zone möglich, in der die Notenbank insgesamt 17 Regierungen gegenübersteht.

Mit meinem Inflationsrechner können Sie sich die Kaufkraft Ihres Kapital in 10, 20 oder 30 Jahren berechnen. Die Tatsache der Geldentwertung kann man nicht ändern, man kann sich jedoch aktiv damit auseinander setzen und mit einer strategischen Finanzplanung so weit wie möglich gegensteuern.

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