In der heutigen Form hat der Euro keine Zukunft

Die Parlamentswahl in Griechenland war gleichzeitig eine Abstimmung über die weitere Mitgliedschaft des südeuropäischen Landes in der Europäischen Währungsunion. Nach den Wahlen herrscht erst einmal Gewissheit darüber, dass mit der Bildung der neuen Regierung mit einem Austritt beziehungsweise einem Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone vorerst nicht zu rechnen ist. Denn da die Griechen für die „richtigen Parteien“ abgestimmt haben, wird Griechenland weiterhin als Mitglied in der Europäischen Währungsunion bleiben und von den Mitgliedsstaaten mit weiteren Milliarden Euros in Form von Hilfen und Rettungsschirmen unterstützt werden. Dennoch befürchten namhafte Finanzexperten , dass auf lange Sicht auch neue Kredite und Rettungsschirme nichts an der katastrophalen Situation Griechenlands ändern werden und dass der Austritt aus der Euro-Zone damit nur weiter hinausgezögert wird.

Trotz besseren Wissens weitere finanzielle Hilfen für Griechenland?
Erfahrene Finanzexperten gehen davon aus, dass auch viele führende Politiker der Euro-Mitgliedsstaaten wissen, dass der Austritt Griechenlands nur hinausgezögert wird. Trotz dieser Erkenntnis wird also auch in Zukunft die Europäische Zentralbank, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Kommission weiter finanzielle Hilfen für Griechenland beschließen. Die Kredite werden mit der Begründung bewilligt, dass die Krise Griechenlands bald vorüber sei und das Land dann wieder fähig ist, aus eigener Kraft einen Primärüberschuss in der Haushaltskasse zu erwirtschaften. Die EZB, der Internationale Währungsfonds sowie die Europäische Kommission werden weiterhin, wie bereits mehrfach in der Vergangenheit, mit viel zu optimistischen Prognosen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung Griechenlands den Politikern Begründungen liefern, neue Kredite an Griechenland zu vergeben.

Die Vergabe weiterer Kredite an Griechenland ist sehr riskant
Nach der Wahl warnen die Finanzexperten erneut davor, dass die Vergabe weiterer Kredite ganz besonders riskant ist. Denn wenn es Griechenland in den nächsten Monaten nicht gelingt, sich wirtschaftlich zu erholen, dann ist ein Ausscheiden Griechenland aus der Euro-Zone nicht mehr zu verhindern oder es müssen Jahr für Jahr weitere Kredite gewährt werden.

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