Was sind ISIN und WKN?

WKN und ISIN

Sie sind gewissermaßen die „Namen“ von Wertpapieren. Es sind komplizierte Kennziffern, die ein bestimmtes Wertpapier eindeutig identifizieren. In Deutschland sind mit der ISIN und die WKN zwei Wertpapierkennziffern gebräuchlich.

Was ist die ISIN?
ISIN steht für International Securities Identification Number, auf Deutsch Internationale WertpapierIdentifikationsnummer, und besteht aus einer zwölfstelligen Buchstaben-Zahlen-Kombination. Sie wird ausschließlich für börsennotierte Wertpapiere vergeben. Wer beispielsweise im Internet die Kursentwicklung einer Aktie abrufen will, kann dies durch Eingabe der ISIN auf einschlägigen Börsen-Informationsportalen wie finanzen.net einfach und vor allem ohne Verwechselungsgefahr mit anderen Aktien tun.

Was ist die WKN?
Von der eindeutigen internationalen Kennziffer sind die verschiedenen nationalen Wertpapier-Kennnummern – abgekürzt WKN – zu unterscheiden. In Deutschland besteht die WKN aus sechs Ziffern. Da andere Staaten ebenfalls eigenständig WKN vergeben, kann es zur Doppelvergabe einer Nummer für unterschiedliche Wertpapiere kommen. Das Wertpapier A bekommt in einem Staat dieselbe Nummer wie Wertpapier B in einem anderen Staat.

Wie ist die ISIN aufgebaut
Weil Anleger dadurch irregeleitet werden könnten, wurde die ISIN eingeführt. Eigentlich sollte die ISIN die WKN in Deutschland schon seit 2003 ablösen. In der Praxis werden beide Kennungen aber nach wie vor parallel verwendet. In die ISIN eines Wertpapiers ist dessen WKN integriert, ergänzt um ein Länderkürzel, drei weitere Ziffern sowie eine Prüfziffer am Ende der Buchstaben-Zahlen-Kombination. Verantwortlich für die Vergabe von gültigen ISIN-Codes sowie die Verwaltung von WKN-Codes ist in Deutschland die Herausgeber-Gemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen, Keppler, Lehmann GmbH & Co in Frankfurt, die unter anderem auch die Börsen-Zeitung herausgibt.

Beispiel Volkswagen Aktie

WKN 766400
ISIN DE0007664005
DE 000766400 5
Präfix
2stellig
NSIN
9stellig
Prüfziffer
1stellig

Die Buchstabenfolge DE stellt das Länderkürzel für Deutschland dar, die 9stellige ISIN enthält die alte um drei Ziffern ergänzte WKN, nachfolgend wurde eine Prüfziffer vergeben.

Ausnahmen bei der ISIN
Einige Ausnahmen von der obigen Regelung gibt es ebenfalls. So wurde z.B. das Kürzel XS an Stelle der Länderkennzeichnung vergeben. Hierbei handelt es sich um die Verwahrstelle bei der das Papier hinterlegt ist. Diese Globalurkunden werden bei einer internationalen Verwahrstelle wie Euroclear oder Clearstream hinterlegt und tragen daher ein länderunabhängiges Kürzel.

Grundsätzliche Neuerung mit Einführung der ISIN
Entgegen dem bisherigen deutschen Zahlencodierungssystem, wurden auch Buchstaben und Zahlen Kombinationen, bzw. reine Buchstaben Kombinationen möglich. Bei der Vergabe der ISIN Bezeichnung wurde allerdings eine Einschränkung auf allgemein bekannte Buchstaben vorgenommen. Umlaute wie „Ä“ oder „Ö“ aus der deutschen Sprache sind nicht enthalten, da diese Zeichen nicht in allen Sprachen vorhanden sind. Weiterhin werden nur Großbuchstaben, ohne „O“ und „I“ verwendet, um Verwechslungen mit den Ziffern 0 und 1 zu vermeiden.

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